Verrückt und gesund: In Nordschweden werden Kurse im Winterbaden angeboten

Foto: Olaf Schneider

Hamburg, 04.02.2014  Minus 20 Grad Außentemperatur sind für die meisten Menschen schon kalt genug. Wer würde also auf die Idee kommen, bei diesen Temperaturen in einem zugefrorenen See baden zu wollen? Die Nordschweden natürlich. Und um ihre Begeisterung für diese winterliche Aktivität mit noch mehr Menschen zu teilen, bietet das Unternehmen Dark & Cold in der Nähe der Stadt Skellefteå in der Provinz Västerbotten nun von Januar bis April Kurse im Winterbaden an. Denn auch der Aufenthalt in eiskaltem Wasser, dessen Temperatur nur knapp über dem Gefrierpunkt liegt, will gelernt sein. Vor allem geht es darum, ruhig zu atmen und sich zu entspannen, was leichter gesagt als getan ist. Schließlich reagiert der Körper naturgemäß zunächst mit panikartigem Verhalten und unkontrollierter Atmung, sobald man sich nur mit Badeanzug oder Badehose bekleidet in ein Eisloch begibt. Dennoch gibt es viele Stimmen, die das Winterbaden für sehr gesund halten – vorausgesetzt, man macht es richtig. Helfen soll es gegen Verspannungen, Müdigkeit und sogar ein schlechtes Gedächtnis und auch bei Rheuma, Fribromyalgie oder Asthma soll das Winterbaden schmerzlindernd wirken. Etwa zwei Stunden dauert der Kurs im Winterbaden, der sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil umfasst. Mitzubringen sind lediglich die Badekleidung – und vielleicht eine kleine bis große Portion Mut und Überwindung. Weitere Infos zu dem kalten Vergnügen gibt es unter www.darkandcold.com. Informationen zur Region Västerbotten sind unter www.visitvasterbotten.se/de zu finden. 

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